SCHRIFT & URKUNDEN
Geschrieben.
Nicht gedruckt.
Eine Urkunde hält einen besonderen Moment fest.
Warum sollte sie aussehen wie jede andere?
Ich gestalte und schreibe Urkunden von Hand – für Ehrungen, Jubiläen, Vereine, besondere Anlässe und Menschen, für die ein Ausdruck aus dem Computer einfach nicht das Richtige ist.

01
Schrift ist mehr als eine Schriftart
Computer haben Gestaltung einfacher gemacht.
Das ist gut.
Aber einfache Werkzeuge machen nicht automatisch gute Gestaltung.
Schrift hat Rhythmus. Abstand. Gewicht. Proportion.
Ein einzelner Buchstabe steht nie für sich. Erst im Zusammenspiel mit den anderen entsteht Ruhe, Spannung oder Bewegung.
Genau das interessiert mich an handgeschriebener Schrift.
Nicht der Versuch, möglichst „alt“ auszusehen.
Sondern Schrift als Gestaltung.
02
Von Hand
Jede handgeschriebene Urkunde entsteht einzeln.
Text, Aufbau, Schriftbild und Schmuckelemente werden auf den Anlass abgestimmt.
Je nach Aufgabe können Wappen, Ornamente, Initialen, Illustrationen oder andere grafische Elemente Teil der Gestaltung werden.
Das Ergebnis ist kein Druck, der so aussieht, als wäre er von Hand gemacht.
Es ist von Hand gemacht.

03
Nicht jede Urkunde muss ein Einzelstück sein
Manchmal braucht ein Verein nicht eine Urkunde.
Sondern zwanzig. Dreißig. Oder mehr.
Dann stellt sich eine andere Frage:
Wie lässt sich der Charakter einer handwerklich gestalteten Urkunde erhalten, ohne jede einzelne vollständig neu schreiben zu müssen?
Dafür können verschiedene Techniken kombiniert werden.
Teile der Gestaltung können als Radierung, Kupferstich oder hochwertiger Druck vorbereitet werden.
Namen, Ehrungen, Daten und persönliche Elemente werden anschließend von Hand ergänzt.
So bleibt jede Urkunde individuell, ohne dass eine ganze Serie unbezahlbar wird.

04
Für Vereine
Gerade bei Vereinen haben Urkunden oft eine besondere Funktion.
Sie halten Zugehörigkeit fest.
Jahre der Mitarbeit.
Ein Amt.
Eine Leistung.
Oder einfach den Moment, in dem jemand öffentlich sagt:
Das, was du getan hast, war nicht selbstverständlich.
Dafür darf das Stück Papier, das danach bleibt, auch etwas mehr sein als eine Vorlage mit geändertem Namen.
05
Für besondere Anlässe
Urkunden müssen nicht immer Ehrungen sein.
Auch Widmungen, Gästebucheinträge, Erinnerungsblätter, persönliche Schriftstücke oder individuell gestaltete Texte können als Einzelstücke entstehen.
Manchmal gibt es bereits eine genaue Vorstellung.
Manchmal nur einen Anlass und ein paar Gedanken.
Beides ist ein guter Anfang.
06
Wappen & Ornament

Meine Beschäftigung mit Schrift ist eng mit Heraldik, Couleurmalerei und alten Buchgestaltungen verbunden.
Wappen, Initialen und Ornamente können deshalb Teil einer Urkunde werden, müssen es aber nicht.
Gestaltung funktioniert für mich nicht dadurch, möglichst viel auf ein Blatt zu bringen.
Oft ist es schwieriger – und schöner –, etwas wegzulassen.
07
Papier
Papier ist nicht nur Träger.
Farbe, Oberfläche, Gewicht und Struktur verändern die Wirkung einer Schrift erheblich.
Je nach Aufgabe kann ein glattes Papier sinnvoll sein, ein stärker strukturiertes Blatt, Bütten oder ein anderes geeignetes Material.
Die Auswahl erfolgt deshalb nicht erst am Ende.
Sie gehört zur Gestaltung.
Immer braucht eine Urkunde eine Unterschrift.
Und manchmal sogar ein Siegel.

ANFRAGE
Eine Urkunde beginnt mit einem Gespräch.
Für eine Anfrage brauche ich zunächst nicht viel.
Den Anlass.
Den Text – falls er bereits feststeht.
Die ungefähre Anzahl.
Und vielleicht eine Vorstellung davon, was die Urkunde ausstrahlen soll.
Den Rest kann man entwickeln.